Bestand und Bestandsbewegungen
Zeigt Bestände und erfasst Wareneingänge, Korrekturen und verkaufsbezogene Bestandsabgänge.
Bestand und Bestandsbewegungen in Fin3000
Zeigt Bestände und erfasst Wareneingänge, Korrekturen und verkaufsbezogene Bestandsabgänge. Gedacht für kleine Unternehmen.
Wo das hingehört
Diese Funktion gehört zum Bereich Verkauf & Kunden — Fin3000. Dort steht, wie sie mit den übrigen Funktionen zusammenspielt.
So arbeitet Bestand und Bestandsbewegungen
Wer Ware verkauft und nicht nur Leistungen, braucht irgendwann eine Zahl, die stimmt: wie viel noch da ist und wie es dahin gekommen ist. Ein Lagerbestand, der nur im Kopf existiert, wird beim ersten Nachzählen zum Problem, weil niemand mehr weiß, welcher Zugang wann kam und zu welchem Preis.
Schritt für Schritt
- Beim Produkt die Bestandsführung einschalten. Ohne diesen Schalter bleibt es bestandslos — für Dienstleistungen der Normalfall.
- Wareneingang erfassen: Menge und Einkaufspreis je Stück. Der Einstandspreis des Produkts wird dabei mitgeführt.
- Abgang buchen, wenn Ware das Lager verlässt. Die Menge wird gegen den vorhandenen Bestand geprüft.
- Korrektur erfassen, wenn Zählung und System auseinanderlaufen — Schwund, Bruch, Zählfehler.
- Im Bewegungsverlauf jede Zeile nachlesen: Datum, Art, Menge, Wert und die eigene Referenz.
Es gibt genau drei Bewegungsarten: Wareneingang, Bestandskorrektur und Verkauf. Die Menge wird vorzeichenbehaftet gespeichert, mit drei Nachkommastellen — für Meterware, Kilogramm oder Liter reicht das. Der Bestand ist kein Ergebnis einer Live-Summierung, sondern ein geführter Wert am Produkt, der bei jeder Bewegung in derselben Datenbanktransaktion fortgeschrieben wird. Der angezeigte Bestandswert ist Menge mal Einstandspreis.
Ein Abgang darf den Bestand nicht unter null drücken; der Versuch wird abgelehnt statt still gebucht. Jede Bewegung kann eine Referenz tragen, und diese Referenz wirkt als Wiederholungsschutz: Kommt dieselbe Referenz mit denselben Werten ein zweites Mal an, entsteht keine zweite Bewegung. Weichen die Werte ab, meldet das System einen Konflikt, statt beides zu buchen. Ein Doppelklick oder ein zweiter Anlauf nach Verbindungsabbruch kostet damit keinen Bestand.
Was die Funktion nicht tut
Das Finalisieren einer Rechnung oder eines Lieferscheins bucht keinen Abgang. Verkaufsbedingte Abgänge werden ausdrücklich erfasst, nicht aus dem Verkaufsbeleg abgeleitet. Es gibt weder Lagerorte noch mehrere Lager — ein Produkt hat genau einen Bestand. Chargen, Seriennummern und Mindesthaltbarkeit fehlen. Ein Meldebestand lässt sich hinterlegen, löst aber keine Warnung und keine Bestellung aus. Eine Inventurfunktion mit Zählliste und Differenzprotokoll gibt es nicht, ebenso wenig eine Bestandsbewertung für den Jahresabschluss.
Häufige Fragen
Warum ändert sich der Bestand nicht, wenn ich eine Rechnung finalisiere?
Weil Verkaufsbeleg und Bestand getrennt geführt werden. Der Abgang wird als eigene Bewegung am Produkt erfasst.
Was passiert, wenn zu viel abgebucht wird?
Der Abgang wird abgelehnt, solange er den Bestand unter null bringen würde. Der Bestand bleibt unverändert.
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