Liquiditätsvorschau
Plant erwartete Ein- und Auszahlungen wochenweise und zeigt die Entwicklung des Kontostands.
Liquiditätsvorschau in Fin3000
Plant erwartete Ein- und Auszahlungen wochenweise und zeigt die Entwicklung des Kontostands. Gedacht für kleine Unternehmen, Freiberufler und Gründerinnen und Gründer.
Wo das hingehört
Diese Funktion gehört zum Bereich Steuern & Auswertungen — Fin3000. Dort steht, wie sie mit den übrigen Funktionen zusammenspielt.
So arbeitet Liquiditätsvorschau
Der Kontostand von heute sagt wenig, wenn in zwei Wochen drei Rechnungen fällig sind und der größte Zahlungseingang erst danach kommt. Die Frage lautet nicht, wie viel da ist, sondern wann es eng wird. Die Liquiditätsvorschau legt offene Forderungen und offene Verbindlichkeiten auf ein Wochenraster und schreibt den Kontostand fort.
Schritt für Schritt
- Zeitraum wählen: 4, 8, 13 oder 26 Wochen ab einem Startdatum; ab Werk sind es 13 Wochen ab heute.
- Bei Bedarf auf einen Geschäftsbereich einschränken.
- Startsaldo prüfen: Er entsteht aus allen erfassten Buchungen vor dem Startdatum und lässt sich mit einem eigenen Wert überschreiben.
- Wochenkarten lesen: je Woche Anfangsbestand, Eingänge, Ausgänge, Saldo und Endbestand. Der Endbestand einer Woche ist der Anfangsbestand der nächsten.
- In der Positionsliste nachsehen, welche einzelnen Belege eine Woche treiben.
Zwei Quellen fließen ein. Auf der Eingangsseite offene Ausgangs- und Abschlagsrechnungen, die abgeschlossen oder teilbezahlt sind; angesetzt wird der Bruttobetrag abzüglich bereits gezahlter Beträge, und zwar zum hinterlegten Fälligkeitsdatum. Auf der Ausgangsseite offene Eingangsrechnungen mit Betrag und Fälligkeit, wie sie die Belegerkennung ausgelesen hat. Belege, die gerade noch verarbeitet werden, bleiben außen vor, damit halbfertige Erkennungsergebnisse das Bild nicht verziehen.
Das Raster besteht aus echten Sieben-Tage-Fenstern ab dem Startdatum, nicht aus Kalenderwochen. Neben Anfangs- und Endbestand weist die Auswertung den tiefsten Punkt über den gesamten Zeitraum aus — die Zahl, um die es bei Finanzplanung meist geht. Wochen mit negativem Endbestand sind farblich hervorgehoben.
Was die Funktion nicht tut
Die Vorschau kennt nur, was bereits als Beleg erfasst ist. Wiederkehrende Rechnungen, Löhne, Miete, Darlehensraten, Steuerzahlungen und Daueraufträge fließen nicht ein, solange keine offene Rechnung dazu existiert — für eine vollständige Planung fehlen diese Posten und müssen daneben berücksichtigt werden.
Eigene Planpositionen lassen sich nicht eintragen; als manuelle Stellschraube bleibt allein der Startsaldo. Betrachtet werden ausschließlich Fälligkeiten innerhalb des gewählten Fensters: Was vor dem Startdatum fällig war, taucht nicht auf, ein Zahlungsrückstand bleibt also unsichtbar. Es gibt keine Warnung bei drohender Unterdeckung und keinen Kreditrahmen. Die Zahlen sind Fortschreibung, keine Zusage.
Häufige Fragen
Warum fehlt eine längst überfällige Rechnung?
Weil die Vorschau nur Fälligkeiten ab dem Startdatum betrachtet. Ein früher fälliger Posten liegt außerhalb des Fensters und steht in der Liste der offenen Posten.
Warum weicht der Startsaldo vom Bankkonto ab?
Er ist die Summe der erfassten Buchungen bis zum Startdatum, nicht der von der Bank gemeldete Saldo. Fehlen Umsätze in der Buchhaltung, fehlen sie auch hier.
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