Fin3000

Konten und Steuerfälle

Bietet SKR03 und SKR04, Kontensuche, kuratierte Steuerfälle, Buchungsregeln und periodenbezogene Festschreibung.

Wand aus beschrifteten Schubladen, aus einer geöffneten schwebt ein Prozentzeichen

Konten und Steuerfälle in Fin3000

Bietet SKR03 und SKR04, Kontensuche, kuratierte Steuerfälle, Buchungsregeln und periodenbezogene Festschreibung. Gedacht für kleine Unternehmen.

Wo das hingehört

Diese Funktion gehört zum Bereich Bank & Buchhaltung — Fin3000. Dort steht, wie sie mit den übrigen Funktionen zusammenspielt.

So arbeitet Konten und Steuerfälle

Ohne Kontenrahmen ist jede Buchung ein Freitext und die Auswertung am Jahresende Handarbeit. Wer nach SKR03 oder SKR04 arbeitet, ordnet jeden Geschäftsvorfall einer festen Kontonummer zu und braucht dafür eine Suche, die nicht tausend Zeilen auf einmal ausschüttet. Fin3000 bringt beide Rahmen mit, dazu eine kurze Liste benannter Steuerfälle und die GoBD-Festschreibung je Zeitraum.

Schritt für Schritt

  1. Bei der Registrierung ist SKR03 bereits eingerichtet — es ist nichts auszuwählen. SKR04 liegt gepflegt daneben und lässt sich über den Kontenrahmenwechsel übernehmen. Der Rahmen gilt für den ganzen Mandanten; alle Geschäftsbereiche teilen sich einen Kontenplan.
  2. Konten über Nummer, Bezeichnung oder Kategorie suchen; eigene Konten anlegen oder als CSV hochladen.
  3. Beim Kontieren einen Steuerfall wählen: drei Standardfälle stehen oben, die selteneren mit Fundstelle darunter.
  4. Einzelnen Konten eine Buchungsregel hinterlegen, wenn ein Betrag prozentual auf mehrere Gegenkonten laufen soll.
  5. Zum Abschluss einen Zeitraum festschreiben; danach sind dessen Buchungen unveränderlich.

Ein Konto trägt Nummer, Bezeichnung, Kategorie und eine Kontoklasse: Sachkonto, Personenkonto Debitor, Personenkonto Kreditor, Steuerkonto oder Automatikkonto. Dazu kommen der DATEV-Buchungsschlüssel als Vorbelegung und ein abziehbarer Anteil. Personenkonten liegen in den DATEV-üblichen Kreisen — Debitoren von 10000 bis 69999, Kreditoren von 70000 bis 99999.

Die Steuerfall-Liste ist absichtlich kurz. Je Richtung stehen drei Standardfälle oben: im Verkauf nach SKR03 die Konten 8400 für 19 Prozent, 8300 für 7 Prozent und 8200 für 0 Prozent, im Einkauf 3400, 3300 und 3200. Darunter liegen rund zehn benannte Sonderfälle mit Fundstelle im Namen, etwa EU-Lieferung steuerfrei (§ 4 Nr. 1b UStG), Erlöse Kleinunternehmer (§ 19 UStG) oder Reverse Charge (§ 13b UStG). Jeder Fall nennt seine Zwillingsnummer im anderen Rahmen — 8400 nach SKR03 entspricht 4400 nach SKR04.

Buchungsregeln teilen einen Betrag prozentual auf Gegenkonten auf; die Anteile müssen sich auf 100 Prozent summieren, negative Anteile sind für Korrekturzeilen zugelassen. Die Festschreibung erzeugt einen unveränderlichen Lauf mit Zeitraum, Anlass, ausführender Person, Buchungsanzahl sowie Soll- und Habensumme.

Was die Funktion nicht tut

Der Kontenrahmen gehört dem Mandanten, nicht dem Geschäftsbereich: Ein Wechsel von SKR03 auf SKR04 betrifft alle Bereiche zugleich und läuft über einen eigenen Vorgang mit Vorschau und von Hand aufgelösten Zuordnungen. Auswertungen über zwei Rahmen hinweg sind nicht vorgesehen.

Festgeschrieben wird auf ausdrückliche Anweisung, nicht automatisch nach Fristablauf; unbestätigte Buchungen im Zeitraum brechen den Lauf ab. Danach lässt sich eine Buchung nicht mehr ändern, sondern nur stornieren — Datenbank-Trigger blockieren Änderung, Löschung und das nachträgliche Einfügen offener Buchungen in einen bereits festgeschriebenen Zeitraum. Fin3000 wählt keinen Steuerfall für den Nutzer aus und prüft nicht, ob der gewählte Fall sachlich zutrifft.

Dieser Text beschreibt die Funktionsweise der Software und ist keine Steuerberatung im Sinne von § 2 StBerG.

Häufige Fragen

Kann ich eigene Konten anlegen?

Ja. Neben den Konten des gewählten Rahmens lassen sich eigene anlegen oder als CSV hochladen. Die Kontonummer ist je Mandant und Rahmen eindeutig.

Was tun, wenn ich einen Zeitraum zu früh festgeschrieben habe?

Der Lauf lässt sich nicht einfach zurücknehmen. Korrekturen laufen danach über Stornobuchungen, die mit der ursprünglichen Buchung verknüpft bleiben.

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