Betriebsausgaben — was das Gesetz vorsieht.
Ein Überblick über Ausgabenarten, die das Einkommensteuergesetz für Selbstständige vorsieht — mit Fundstelle, damit sich jede Angabe nachlesen lässt. Ob und in welcher Höhe etwas im Einzelfall gilt, beurteilt eine Steuerberaterin.
Fünf Ausgabenarten mit Fundstelle
Häusliches Arbeitszimmer
Seit dem Jahressteuergesetz 2022 gelten zwei getrennte Regelungen, die oft verwechselt werden. Bildet ein abgeschlossenes, so gut wie ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit, sind wahlweise die tatsächlichen Kosten oder eine Jahrespauschale von 1.260 Euro vorgesehen (§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG). Wer kein solches Zimmer hat, fällt unter die Tagespauschale von sechs Euro je Arbeitstag, höchstens 1.260 Euro im Jahr (§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6c EStG). Bei gemischt genutzten Räumen greift die erste Regelung nicht.
Investitionsabzugsbetrag
Für geplante Anschaffungen sieht das Gesetz vor, bis zu 50 Prozent der voraussichtlichen Kosten vorab abzuziehen, gebunden an einen Gewinngrenzwert und an die spätere Anschaffung (§ 7g EStG).
Fahrtkosten
Für Fahrten mit dem eigenen Pkw sieht das Reisekostenrecht 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer vor. Fin3000 rechnet erfasste Fahrten mit diesem Satz um.
Bewirtungskosten
Geschäftliche Bewirtung ist zu 70 Prozent als Betriebsausgabe vorgesehen, wenn der Beleg die gesetzlichen Angaben enthält (§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 EStG). Die Vorsteuer bleibt davon unberührt.
Fortbildung
Aufwendungen für beruflich veranlasste Fortbildung zählen zu den Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG). Maßgeblich ist der betriebliche Anlass, nicht das Format.
Belege sammeln statt suchen
Fin3000 erfasst Belege, ordnet sie Konten zu und hält sie für die Steuerberatung bereit. Dieser Text ist allgemeine Information und keine Steuerberatung im Sinne von § 2 StBerG.